Aufs Auge #1 –
Visuelle Empfehlung
Was machen die Amis eigentlich da drüben?
Das fragen wir uns in letzter Zeit häufiger.
KI-generierte Videos wie der US-Präsident Haufen von Scheiße auf Gegenproteste aus einem Jet ablässt, Fentanyl zerfressene Menschen in zombiehafter Körperhaltung, die der Einfachheit halber auf dem Gehweg leben oder vermummte Staatsdiener, die während Schulfeiern oder Hochzeiten Eltern zu Boden werfen und ihnen die Kinder aus den Armen reißen.
Wir betrachten diese Vorgehensweisen und Phänomene aus ethischer Perspektive und sind alles andere als begeistert.
Wir eröffnen hiermit keine politische Diskussion.
Zu der Perspektive und Intention der Observation Station haben wir uns ausführlicher in der Schrift „Unser Vorhaben“ geäußert.
Wir sind in keiner Art und Weise Träger der höchsten Moral und wissen, dass wir die Situationen nicht in Gänze einschätzen können.
Das kann wohl niemand. Eine wichtige Erkenntnis, die wir uns vor lauter Unwissenheit stets ins Bewusstsein rufen.
Jedoch, bei aller Liebe: Wir erkennen in diesen Umständen eine zunehmende Verrohung. Nun gut, es ist nun mal auch das, was vor allem in Massenmedien an Informationen bereitgestellt wird.
Deshalb erschließt sich die Frage: Was machen eigentlich die Leute da drüben jeden Tag? Und: Kann es nicht eine Perspektive geben, ein Format, das eben jene Menschen einfach zu Wort kommen lässt, ohne reißerische Themen in den Fokus zu rücken?
Eben jene reißerischen Eindrücke, die dort zu sehen sind und ein ebenso reißerisches Bild vermitteln, sind nicht der Alltag der meisten Menschen. Die meisten Menschen machen einfach ihr Ding – nicht nur, weil sie es müssen, so wie wir alle, sondern weil es auch schön sein kann. Also haben wir unsere Glotze, antisocial-media-Seiten und tagespolitische Nachrichten mal mit dem saftigen Vollspannschuss in die Ablage P gefeuert und versuchen einfach mal, das zivile Leben da drüben nachzuvollziehen.
Ganz einfach aus Interesse und möglicherweise auch ein wenig zur Beruhigung.
„Peter Santanello“ heißt der Kanal und gleichzeitig auch der Protagonist, der uns einen authentischen Einblick in das alltägliche Leben der Zivilisten, vornehmlich in den USA, bietet.
Von New York über Chicago bis in die abgelegensten Winkel der Appalachen, hin zur Lost Coast in Kalifornien oder in den nördlichen Teil Floridas, der bei Weitem nichts mit Miami zu tun hat, werden die Lebenswelten unterschiedlichster Menschen erfasst.
Sei es die vierte Generation von Minenarbeitern in West Virginia, junge Menschen, die ein neues Café an einem lokalen Verkehrsknoten in Arizona eröffnen, oder der klassische Redneck in einem ausgewaschenen Unterhemd – Santanello konversiert mit allen auf Augenhöhe und verurteilt nicht. Oder verurteilt erst zu Hause.
In unseren Augen eine hervorragende Leistung.
Wir wünschen viel Vergnügen:
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