Unser Vorhaben

In Zeiten der umfassenden Politisierung, ideologischer Grabenkämpfe und des Kulturkampfes werden wir bewusst kein politisches Organ sein. Wir grenzen uns von dieser zermürbenden Praxis ab. Das Schmunzeln und das Lachen der Leserschaft gilt es, unserer Intention nach zu entfachen. Es soll dazu ermutigt werden, über die eigene Lage nachzudenken und das Potenzial der Ablenkung und Freude im Wahnsinn des Alltags zu entdecken. Wahnsinn ist für uns nichts Verwerfliches. Der Normbruch ist für uns nichts Verwerfliches. Die Ignoranz demgegenüber ist für uns etwas Verwerfliches.

Haltet uns jedoch bitte nicht für naive Rückzügler. Wir als Schreiberlinge leben nicht in einer politisch befreiten Blase, und auch wir sind den politischen Fragen der Zeit und den einhergehenden Streitigkeiten ausgesetzt. Das Gebrabbel geht an niemandem spurlos vorbei. Wie bereits erwähnt, sind wir kein bewusst politisches Organ, und auch unsere Motivation hinter diesem Vorhaben haben wir deutlich kommuniziert. Wir garantieren jedoch an dieser Stelle, dass sich unsere eigene Lebenswelt auch in den alltäglichen Anekdoten wiederfinden wird. Und wisst ihr, was das Schöne an dieser Erkenntnis ist?

Euch betrifft das ebenso.

Lasst uns jedoch nicht allzu ernst bleiben. Wir werden über einiges herziehen, dokumentieren und anderes wiederum preisen.

Uns beschäftigen unterschiedliche Themen: ethische Fragen, Döner, Bockwurst fressende Handwerker, Birkenstock tragende Spießbürger, Arbeitstage in der Gastronomie oder Country Music.

Wir werden versuchen, den alten Säcken, sofern sie bei aller Eingefahrenheit und generationellen Überlegenheit dazu in der Lage sind, sich dem Geschriebenen auszusetzen, unsere Welt zu präsentieren und sie als gleichwertig zu positionieren.

Über die ersten Erlebnisse mit dem Farbfernsehen oder den immer noch – zumindest scheint es manchmal so – anhaltenden Fall der Mauer wird hier wahrscheinlich nicht geschrieben.
Die Schreiberlinge sind maximal 35 Jahre alt.

Wir schreiben Texte, über die keiner lacht oder eben einige lauthals.
Wir bieten vielmehr Perspektiven als Lösungen an.
Wir legen den Fokus auf das Sinnliche.
Das Schöne und einfache Leben wird in Textform seinen Ausdruck finden.

Wir appellieren direkt an die älteren Homo sapiens: Erhascht einen Blick darauf, was die jüngeren Generationen beschäftigt.
Alles andere wäre naiv.
Denn eines sehen wir als sicher an: Das Phänomen des Alltags ist zeitlos.

Wir verbleiben mit einem der Leitsprüche dieses Vorhabens:
„Früher war nicht alles besser – heute ist nicht alles schlecht.“

Es grüßt euch,
Helene Hilarius und die Observation Station


Abonniert unseren Newsletter oder schaut auf Instagram vorbei, um neue Schriften und die Entwicklung dieses Vorhabens zu begleiten.